"Paddington" LC1 „OM“, Montage Berna, Lizenz Saurer
ehemaliger „Kabelstörungs- und Montagewagen“ PTT Basel

Motor: CO1D, 4-Cyl.-Diesel, 105 x 120 mm, 4,3 l, 60 PS
Chassis: 2,9t
Gesamtgewicht: 6,5t
Nutzlast: 2,15t
Masse: Länge: 5,8m / Breite: 2,1m / Höhe: 2,8m
Getriebe: 5-Gang-Getriebe, länger übersetzt aus Busversion, Lenkradschaltung, 1. Gang unsynchronisiert, mit Motorstaudruckbremse Berna neben Lenkrad
Bremsen: Luftdruckverstärkte hydraulische Vierradbremse, mit Transmissions-Handbremse.
 
Zu den Arbeiten die gemacht wurden :

- neuer Boiler mit neuen Gas Zu- und Ableitungen. Neue Gas Entlüftung Herd
und Kühlschrank
- neue Wasserschläuche warm und kalt
- neue Wasserpumpe
- ganzes Heck renoviert und lackiert
- neues Badezimmer mit moderner Thetford Cassetten WC mit SOG Entlüftung,
eigens angefertigter Bodenwanne und modernem Lavabo
- neue elektrische Anlage inkl. Tableau mit Aufbau- und Motor-Batterie und
entsprechender Ladeelektronik
- Motor Totalrevision
- Kühlsystem Revision und Verbesserung
- Totalrevision Bremsen inkl. Wechsel aller Schläuche und Leitungen
- Dieseltank ausgespült und mit Kunststoff Schicht an Wänden ausgestattet
- neue Matratze Hauptbett
- Ablasshahnen Abwasser ersetzt

Kontakt:
Dani Muff, 079 470 63 00
Einrichtung bis 2006:

200 l Frischwassertank, 80 l Abwassertank, Gasherd zweiflammig, Warmwasserboiler, Trumatic-Heizung, Solarzelle, Zusatzbatterie, Dusche, WC, gefederte Fahrersitze, Frontscheibenheizung, versiegelter Holzboden, diverse Staukästen, 1 Doppelbett 125 x 190 cm 1 Kajütbett (Kinderbett über Doppelbett).
History:

Die technische Abnahme erfolgte bei der PTT Basel am 5. August 1960. Dort stand er 15 Jahre im Dienst.
1976 wurde der Wagen an den Vorbesitzer Herrn Burkhardt aus Basel verkauft, welcher ihn zum Camper umbaute. Die Zwischenwand von der Doppelkabine zur Werkstatt wurde herausgetrennt und die einseitig angeschlagene Hecktür wurde zugeschweisst (leider). Der Grundausbau erfolgte durch den Vorbesitzer.
Er reiste einmal ums ganze Mittelmeer und ca. 18 Mal nach Marokko, wo er jedes Mal 3-4 Monate „überwinterte“. So war auch der Innenraum bei der Übernahme ziemlich herungergelebt und verbraucht.
Auch mit der Technik stand es nicht gerade zum Besten. Der Öldruck des Motors fiel nach ein paar Kilometern zusammen und die Kühlung funktionierte nur noch zu 30% (Aussage des Kühlerbauers).
 
Renovation:

Als erstes räumten wir den Innenraum aus und liessen nur noch die massiv gebaute Grundeinteilung stehen. Der Rest wie Schranktüren, Polster, Tisch, Tablare, Vorhänge, Betten usw. wurde neu eingerichtet. Auch die Wände erhielten einen hellen Anstrich (vorher war alles mit Korkimitat überklebt) und der schöne Holzboden wurde unter ca. 5 Farbschichten hervorgeholt und versiegelt.
Nach diesen ersten ziemlich zeitraubenden Innenrenovationen erlebten wir zwei Saisons im In- und Ausland.
Danach versagte der Motor völlig und es musste eine komplette Motorrevision gemacht werden. Die Kolben hatten drei Zehntel Spiel und die Kolbenringe waren nur noch stückchenweise zu erkennen. Auch die Kurbelwelle und der Zylinderkopf wurden revidiert und diverse Nebenaggregate wie der Motorkühler, Lichtmaschine, Kompressor.
Nach diesen Revisionen lief der Wagen wirklich toll. Da er jetzt fast zu schnell war (Spitze ca. 95 km/h), mussten die Bremsen dringend revidiert werden (vorherige Höchsteschwindigkeit 62 km/h mit dem kurzen Getriebe).
Die „Jungfernfahrt“ führte uns in die Toscana und nach Umbrien. Sie verlief problemlos bei einer Reisgeschwindigkeit von 70-85 km/h und einem Verbrauch von ca. 12 Litern.
Der Wagen ist nun technisch in gutem Zustand. Dies vor allem auch, da alle Schnittzeichnungen und Betriebsvorschriften komplett vorhanden sind, wodurch bei Renovationsarbeiten nicht so viel gerätselt werden musste.
 


Der Bus ist frisch geprüft, hat eine neue Zusatzdachluke und einen Veloträger bekommen